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Heute sind Kontaktlinsen schon längst eine beliebte Alternative zur Brille. Zwar verträgt sie nicht unbedingt jeder einwandfrei, dennoch bieten sie (Verträglichkeit vorausgesetzt) eine Vielzahl an Vorteilen. So wird das Gesichtsfeld nicht verändert, da die vergrößernde bzw. verkleinernde Wirkung einer Brille ausbleibt. Dies wird durch die direkte Auflage der Kontaktlinse auf dem Auge möglich. Dieser Umstand führt auch erfreulicherweise zu einer tendenziell besseren Behebung des Sehfehlers. Des Weiteren trübt kein Brillengestell die Sicht. Dank fortschrittlicher Verarbeitung bieten die meisten modernen Kontaktlinsen auch hohen Tragekomfort. Man bemerkt sie nach einer Weile so gut wie gar nicht mehr und sie wirken nicht länger wie störende Fremdkörper. Hinzu kommt eine einfachere Handhabung. Die Kontaktlinsen lassen sich, dank leichter Farbtönungen, besser wahrnehmen und dadurch auch besser handhaben. Hilfszubehör, wie beispielsweise sogenannte “Linsensauger“, ermöglichen eine problemlose Entnahme der Kontaktlinsen.
Wer sich für die Kontaktlinse entscheidet, tut dies zwangsläufig zunächst auf Probe, denn zuerst muss sich zeigen, wie die Kontaktlinsen vertragen werden (bei Unverträglichkeit spricht man von sogenannten “trockenen Augen“). In jedem Fall muss die Anpassung gemeinsam mit einem Optiker geschehen, um eine optimale Materialbeschaffenheit und die passenden Maße zu erörtern, die für die Kontaktlinsen gewählt werden sollten. Das Tragen unpassender Kontaktlinsen kann nämlich mehr schaden als nutzen!
Einerseits unterscheidet man zwischen formstabilen (“harten“) und weichen Kontaktlinsen. Formstabile Kontaktlinsen sind stabiler und robuster und haben den Vorteil, dass sie nicht austrocknen können und in aller Regel länger haltbar sind. Es mag sein, dass sie eine gewisse Eingewöhnung erfordern und wesentlich teurer in der Anpassung und Anschaffung sind. Dafür halten sie aber auch bei sachgerechter Pflege länger, wodurch der Kostennachteil wieder ausgeglichen wird. Mittlerweile werden formstabile Kontaktlinsen neuen Typs fast genauso gut vertragen wie weiche Kontaktlinsen. Weiche Kontaktlinsen haben gegenüber den formstabilen den Vorteil, dass wesentlich mehr Sicherheit gegenüber Fremdkörpern besteht, die hinter die Linse rutschen können. Demgegenüber steht aber die Möglichkeit des Austrocknens sowie ein dreifach höheres Infektionsrisiko. Wer also häufig trockenen Luftverhältnissen ausgesetzt ist (z. B. im Büro) und die Kontaktlinsen auch dort tragen möchte, dem seien formstabile Kontaktlinsen empfohlen. Wer die Kontaktlinsen hingegen nur gelegentlich braucht (beispielsweise beim Sport), der kann zu weichen Tages- Wochen- oder Monatslinsen greifen. So oder so sollte man vorher den Optiker des Vertrauens konsultieren und sich beraten lassen. Aus Gründen der Hygiene sollte man natürlich einen gepflegten Umgang mit den Kontaktlinsen wahren und diese auch nicht rund um die Uhr tragen, sondern ruhig auch ab und zu mal zur Reservebrille greifen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. |
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